Vergangene Veranstaltungen

Zootiere
Aufgabe und Herausforderungen des Zoos

Dr. Severin Dressen (Direktor Zoo Zürich)
Prof. Dr. Markus Wild (Tierethik, Basel)
Collegium Borromaeum, Schoferstraße 1, Freiburg

Artenschutz ist eine der zentralen Aufgaben moderner, wissenschaftlicher Zoos und Aquarien. Es handelt sich zweifellos um eine dringliche Aufgabe, denn das Artensterben gilt neben der Klimakrise als die größte Bedrohung für unseren Planeten und unser Leben. Einige Stimmen behaupten, dass wir uns aktuell im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit vor 65 Millionen Jahren befinden. Laut WWF sind ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart und 40 Prozent der Amphibienarten bedroht. Können Zoos hier einen wichtigen Beitrag leisten?
Eine zweite Herausforderung besteht in der Zucht bedrohter Tiere. Dies hat zur Folge, dass mitunter auch Individuen einer bedrohten Tierart euthanasiert werden müssen. Was hat mehr Gewicht: das Leben einzelner Tiere oder die Erhaltung der Art?

Diese beiden Herausforderungen werden die beiden Referenten engagiert und kontrovers diskutieren.

Lebendige Landschaften gestalten:
Wie Agroforstsysteme und Naturoasen die natürliche Vielfalt erhalten
Dr. Wolfgang Ambach (Stiftung Natur Zuerst, Schallstadt)
Dr. Christopher Morhart (Waldwachstum und Dendroökologie, Freiburg)
Collegium Borromaeum, Schoferstraße 1, Freiburg

Wie kann sich eine land- und forstwirtschaftliche Nutzung positiv auf die biologische Vielfalt auswirken? Mit dieser Frage beschäftigen sich zwei Vorträge an diesem Abend.
Agroforstsysteme – die Kombination von Bäumen mit landwirtschaftlicher Nutzung – bieten vielfältige Vorteile für Mensch und Natur. Wie diese aussehen und was man dabei beachten sollte, beleuchtet Dr. Christoper Morhart.
„Naturoasen“ heißen die land- und forstwirtschaftlichen Flächen der Stiftung Natur Zuerst. Sie sind als Naturerbe auf Dauer der Vielfalt des Lebens, nicht der Nutzung gewidmet. Dr. Wolfgang Ambach stellt dieses vielgliedrige, von Ehrenamtlichen verantwortete Naturschutzprojekt vor.

Pilze – Das verborgene Leben im Untergrund
Dr. Bernhard Otto (Deutsche Gesellschaft für Mykologie e. V., Schifferstadt)
Collegium Borromaeum, Schoferstraße 1, Freiburg

Pilze sind mehr als kulinarische Kostbarkeiten oder giftige Gefahren – sie bilden ein unsichtbares Netzwerk, das die Natur durchzieht und verbindet. Ihre ökologische Bedeutung ist enorm, ihre Lebensweise faszinierend fremd.
Was sind Pilze, welche Rolle spielen sie in der Welt – und was verbirgt sich hinter dem „Wood Wide Web“?
Eine Entdeckungsreise in das Reich der Fadenwesen.