Musella Stiftung

Der Jahresbericht 2023

Es donnert, tiriliert, schmettert, saust und braust, eine Ohren‐betäubende Musik, die zu einer Harmonie verbunden ist, die vom menschlichen Verstand nicht gänzlich begriffen werden kann. Joseph Haydns Oratorium ›Die Schöpfung‹ fällt mir bei Goethes Zitat ein. Eine Melodie solchen Ausmaßes bleibt nicht wirkungslos: sie erschüttert den Zuhörer und zieht ihn unweigerlich hinein in ein großes Werk.

Es stellt sich die berechtigte Frage, welche Rolle der Zuhörer, welche Rolle der Mensch in der Schöpfung spielt und welches Verhältnis er zu ihr hat.

Er staunt, freut sich über die Farbenpracht und die verschiedenen Klänge. Fasziniert beobachtet er alles um sich herum, was lebt und atmet auf diesem Planeten. Formen und Farben hätte er selbst nicht besser auswählen können. Der Mensch greift aber auch ein, er gestaltet, verändert, macht sich die Erde und ihre Bewohner untertan.

Und jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir fragen müssen, wie geht es weiter?

Zerstört der Mensch in seiner Hybris alles und siegt blinde Zerstörungswut?
Hoffentlich nicht… besser wäre ein guter Ausgang der Geschichte, vielleicht auch eine Art unendliche Geschichte, eine Wiederkehr bekannter Melodien, Tönen, in der immer wieder Neues entsteht…

Noch haben wir die Möglichkeit, auf einen guten Ausgang hinzuwirken, die Symphonie ist noch nicht zu Ende.

Die Musella‐Stiftung möchte daher mit ihren Projekten einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser schönen, wilden Harmonie beitragen – das geht aber immer nur durch die Zusammenarbeit und Mitarbeit mit anderen Gleichgesinnten.

Hier sei insbesondere der Katholischen Akademie herzlich für die produktive und inspirierende Zusammenarbeit gedankt. Wir danken allen unseren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die mit uns für eine hoffnungsvolle Zukunft arbeiten und wir danken auch ganz besonders allen Tierärzten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dr. Marianna Musella
Vorstand

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